Die Wettergondel gerät ins Stocken: Wie der Klimawandel unsere Umwelt verändert

veröffentlicht am 24.1.2025

Kategorie: Gründach Technologien

Die Wettergondel gerät ins Stocken: Wie der Klimawandel unsere Umwelt verändert

Florian Jauk

veröffentlicht am 24.1.2025

Bernhard Scharf im Gespräch mit Gründa-Experten Andreas Jäger (von links nach rechts) Bild: Gründa.

Extreme Hitze, plötzliche Starkregen und lange Trockenperioden – unsere Umwelt steht vor neuen Herausforderungen. Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Scharf vom Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau der Universität für Bodenkultur Wien (am Bild links) erklärt, warum wir die Klimaveränderungen nicht nur global, sondern auch lokal begreifen müssen und welche Maßnahmen jetzt notwendig sind.

"Zwei Grad global? Das kann sich kaum jemand vorstellen. Aber was heißt das für uns konkret?" Scharf bringt es auf den Punkt: Die Wetterdynamik ändert sich dramatisch. Höhere Temperaturen führen zu mehr Wasserdampf in der Atmosphäre, was intensivere Regenereignisse zur Folge hat.

Ein weiteres Problem: Der Jetstream, das große Windsystem, das unsere Wettersysteme normalerweise in Bewegung hält, verliert an Kraft. "Ich sage immer, die Wettergondel, der Jetstream, rotiert eigentlich vom Pol zum Äquator und schiebt unsere Wettersysteme wie eine Gondel immer weiter. Und der versiegt, weil einfach die Temperaturdifferenz abnimmt. Er mäandriert, so wie bei einem Fluss, der ins Flache kommt, fängt er an zu mäandrieren." Die Folge? Wettersysteme bleiben länger an einem Ort und können große Schäden anrichten.

Starke Unwetter haben in Folge des Klimawandel vergangenes Jahr in Österreich große Schäden angerichtet. Bild: Andreas Jäger.

Was bedeutet das für unsere Umwelt?

Starkregen, die zu Überschwemmungen führen, und Hitzeperioden, die unsere Lebensräume belasten, erfordern neue Konzepte. "Die jüngsten Wetterereignisse sind nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt", warnt Scharf. Die Zeit des Abwartens ist vorbei – es braucht konkrete Maßnahmen:

Ein effektives Beispiel ist das Konzept der Detentionsdächer, die Regenwasser speichern, die Umgebung kühlen und gleichzeitig die Kanalisation entlasten.

Jetzt handeln, bevor es zu spät ist

"Wenn wir nicht jetzt gegensteuern, wird der Aufschlag umso dramatischer sein", betont Scharf. Es reicht nicht, nur zu reagieren – wir müssen die Weichen aktiv stellen und nachhaltige Konzepte umsetzen.

Unsere Umwelt hat die Möglichkeit, sich anzupassen und widerstandsfähiger zu werden. Es ist an der Zeit, innovative Lösungen umzusetzen und die Zukunft aktiv zu gestalten.

Hier das gesamte Gespräch mit Bernard Scharf:

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